Die Kosten


 

AUSFÜHRLICHE ERSTANAMNESE:

mit erforderlichen Untersuchungen, Behandlungsplanerstellung, Repertorisierung etc.:        

80 Euro

  

 

JEDE WEITERE BEHANDLUNG:

60 Euro / Stunde

(bei Unter-/Überschreitung einer Stunde wird immer im Zyklus von
vollendeten 15 Minuten abgerechnet - gilt nicht für Erstaufnahme)

 

 

 

 

Beispiel 1:

Sie sind 1 Stunde und 25 Minuten in der Therapie, es handelt sich um keine Erstaufnahme:

Es werden 1 Stunde und 15 Minuten berechnet: 60 Euro + 15 Euro = 75 Euro

 

Beispiel 2:

Sie sind nur 40 Minuten in der Therapie als Folgesitzung, es handelt sich also um keine Erstaufnahme:

Es werden nur 30 Minuten berechnet: 60 Euro (für 60 Minuten) : 2 = 30 Euro

 

Bitte beachten Sie, dass die Zeit, die ich für die Therapieplanung und Ausarbeitung des individuellen Behandlungskonzeptes für einen Patienten investiere, weit über die Zeit hinausgeht, die der Patient tatsächlich in meiner Praxis in therapeutischen Behandlung ist.

 

 

 

 


Allgemeines zur Honorarberechnung

Freiberufler und BGB

Heilpraktiker sind in ihrer Honorargestaltung grundsätzlich frei und unabhängig, unterliegen jedoch den einschränkenden Bedingungen des BGB. Heilpraktiker üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den freien Berufen im Sinne des § 18 EStG.


Die Tätigkeit der Heilpraktiker beruht auf einem zum bürgerlichen Recht gehörenden Dienstvertrag mit dem Patienten. Der Vertrag ist laut § 145 BGB nicht an eine Form gebunden und kann auch ohne ausdrückliche Vereinbarung durch schlüssige Handlungen zustande kommen.
Der Heilpraktiker schließt mit dem Patienten einen Dienstvertrag (§§ 611 - 630 BGB), der ihn zur Leistung der versprochenen Dienste, wie Bemühen um Heilung oder Linderung der Krankheit im gegenseitigen Einverständnis, den Patienten zur Gewährung einer Vergütung verpflichtet.
Nach § 611 BGB ist die Höhe der Vergütung der freien Vereinbarung zwischen Heilpraktiker und Patient überlassen. Wenn beim Zustandekommen des Behandlungsvertrages über eine Vergütung nicht gesprochen wurde, so gilt sie doch nach § 612 BGB als vereinbart.
Ist in Ermangelung einer Taxe (Gebühr) die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen (§ 612 Abs. 2).
Die Höhe der üblichen Vergütung resultiert aus der Bestimmung der Leistung nach billigem Ermessen (§ 315 BGB).
Die Gewährung der Vergütung ist nicht von einem Heilerfolg abhängig, es besteht jedoch für den Heilpraktiker die Verpflichtung zu einer gewissenhaften Behandlung unter Beachtung der Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht.

 

 

Das Gebührenverzeichnis

1936 wurde für Heilpraktiker ein Gebührenverzeichnis (GebüH - auch Gebührenordnung der Heilpraktiker genannt) geschaffen. Entstanden ist dieses durch Befragung der tätigen Heilpraktiker durch die Berufsverbände über die Höhe der Vergütung, die sie für verschiedene Tätigkeiten in Rechnung stellen. Hieraus sind obere und untere Rahmenbeträge entstanden, die letztmalig 1985 (!) angepasst wurden. Aus diesem Grund spricht man auch von der Gebüh85. Die Gebührenordnung ist somit keine bindende Abrechnungstabelle, wie etwa die GOÄ für die Ärzte. Sie ist vielmehr nur eine Übersicht der bis 1985 angewandten Therapiemethoden und dafür im Durchschnitt erhobenen Vergütung. Das Problem hierbei liegt auf der Hand: die GebüH beinhaltet längst nicht alle Therapiemethoden, die in der heutigen Naturheilpraxis Anwendung finden und die entsprechenden Vergütungsrahmen sind derart veraltet und niedrig, dass es wirtschaftlich nicht möglich wäre, eine Naturheilpraxis zu erhalten. So liegt z.B. die maximale Vergütung für eine Großmassage gemäß GebüH (z.B. 1 Stunde) bei 10,50 €. Hiervon müssen noch Steuern abgeführt werden.

 

Aus diesem Grund ist es mir als Heilpraktiker nicht immer möglich, mich im Rahmen der Regelbeträge der GebüH zu bewegen. Vielmehr werde ich diese teilweise überschreiten müssen oder auch Therapieverfahren analog bestimmter Ziffern in der Rechnung aufführen, da diese an sich nicht in der GebüH enthalten sind.

 

Der Grund, warum dennoch die GebüH oft zur Abrechnung heran gezogen wird, liegt darin, dass die Krankenkassen die GebüH als Grundlage ihrer Erstattungsberechnung nutzen. Erschwerend hinzu kommt, dass die tariflichen Vergütungen der verschiedenen Leistungsträger an die Patienten jedoch nicht immer innerhalb der in der GebüH verzeichneten Rahmenbeträge fixiert sind. So werden oft nicht die Höchstbeträge (die aufgrund Ihres Stande von 1985 ja immer noch sehr niedrig sind) aus der GebüH erstattet.

 

Bitte besprechen Sie in jedem Fall die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse, bevor Sie mit der Behandlung beginnen, da ich aufgrund verschiedener Versicherungsbedingungen der Kassen Ihnen keine Übernahme der Kosten durch diese zusichern kann. Auch ist der Zeitpunkt zur Begleichung meines Honorars nicht in Abhängigkeit von der Bearbeitung der Krankenkassen zu wählen.

 

Wer in einer Krankenkasse ist,  die überhaupt keine Kosten von Heilpraktikern übernimmt, dem empfehle ich eine Zusatzversicherung, um eine Erstattung zu gewährleisten. Wenn Sie dazu weitere Hinweise oder Hilfe benötigen, so sprechen sie mich gerne hierzu an.