Homöopathie


 "….ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seit dem ich die Wirkung

einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde."

 

Johann Wolfgang v. Goethe in einem Brief

vom 2. September 1820 über Samuel Hahnemann


Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die von Samuel Hahnemann begründet wurde. Den Ursprung dieser Therapieform datiert man auf 1796.  Hahnemann definiert den Begriff Homöopathie wie folgt:

 

"Symptome einer Krankheit können durch eine solche verdünnte Substanz geheilt werden, welche beim Gesunden unverdünnt ähnliche Symptome wie die der Krankheit hervorruft".

 

Aufgrund dieses Wirkprinzipes ist auch die Bezeichnung dieser Heilkunst entstanden: die Begrifflichkeit Homöopathie kommt aus dem Griechischen. "Homoios" bedeutet "ähnlich" und "pathos" meint "Leiden". 

 

Hahnemann ging davon aus, dass dem Menschen eine sogenannte Lebenskraft innewohnt, die den Körper mit all seinen Abläufen und Gefühlen in Balance und Harmonie hält. Er war davon überzeugt, dass alle Veränderungen und Zeichen im körperlichen und seelischen Befinden eines Menschen das gesamte Bild einer Krankheit repräsentieren und geht damit weit über die schulmedizinische Symptomlehre hinaus, die für jede Krankheit relativ fest definiert ist. Die Homöopathie ist in Ihrer Anwendung durch die weit verbreiteten Globuli (Kügelchen) bekannt. 

 

Die homöopathische Behandlung wird manchmal dafür kritisiert, dass aufgrund der starken Verdünnung der Wirkstoff nicht mehr wissenschaftlich nachgewiesen werden kann. Dabei geht es den Homöopathen gar nicht darum, das entsprechende Arzneimittel tatsächlich in stofflicher Form zuzuführen, sondern die an diesem Stoff gebundene Information auf den menschlichen Organismus zu übertragen. Es handelt sich also vielmehr um ein feinstoffliches Prinzip. Dieses kann wunderbar mit der Akupunktur, welche energetisch wirkt, kombiniert werden. Diese Vorgehensweise wird als Homöopunktur bezeichnet.

 

     

Die heutige Homöopathie basiert somit auf den Lehren Hahnemanns und auf den daraus resultierenden 3 Grundprinzipien:

 

1. Ähnlichkeitsprinzip (similia similibus curentur):

Krankheiten werden grundsätzlich mit solchen Mitteln bekämpft, die beim Gesunden ähnliche Symptome wie die der Krankheit hervorrufen.

 

2. Arzneimittelprüfung am Gesunden:

Arzneimittel werden in der Homöpopathie danach kategorisiert, welche Symptome sie beim Gesunden hervorrufen.

 

3. Potenzierte Arzneimittel

Die Arzneimittel werden von Pflanzen, Mineralien, Metallen, tierischen Substanzen, Krankheitsprodukten etc. gewonnen. Um die heftigen Wirkungen der Arzneien zu reduzieren, werden diese verdünnt und verschüttet bis zu einem Punkt, an dem Wirkung ohne Nebenwirkung entsteht. Dieser Vorgang wird als das "Potenzieren" bezeichnet. Man unterscheidet grundsätzlich die Potenzen D (1:10), C (1:100) und LM, bzw. Q (1:50000). 

Da es Hahnemann und seinen Schülern darum ging, nicht den Stoff selbst zur Heilung einer Krankheit einzusetzten, sondern die Information, die in diesem Stoff enthalten ist, ist das Potenzieren auch nicht als reines Verdünnen zu verstehen, sondern als Dynamisierungsprozess der Wirkkraft der Arznei.

     

 

Die Homöopathie ist eine sehr sanfte Therapieform und somit ist sie auch sehr gut für Kinder geeignet.